1988 startete ein passionierter Bonsai-Künstler in Großbritannien mit der quartalsmäßigen Veröffentlichung eines Bonsai-Magazins...

Das erste britische Magazin wurde von Colin Lewis initiiert und später von Ann Scutcher übernommen.


Ein ziemlich abenteuerliches Unterfangen in Zeiten, in denen Bonsai noch nicht sehr verbreitet war. Der künftige Schwerpunkt des Magazins war schnell definiert: Weitergabe von fundiertem Wissen, eine Plattform für junge Künstler, die ihr Können zeigen, und die Förderung der Bonsai-Kunst im Allgemeinen. Später übernahm Ann Scutcher die Rolle des Chef-Redakteurs, Verleger wurde der „Smithfield publishing“ Verlag.
 

 

Das holländische Bonsai-Magazin

In der Zwischenzeit entstand Ende 1993 in Holland ein neues Magazin unter der Leitung von Miquel Rubio mit dem Namen ‘Het Bonsai Blad’ (Das Bonsai-Blatt).

Das Cover des ersten holländischen Magazins „Het Bonsai Blad“ wurde von Miquel Rubio im Jahr 1993 veröffentlicht.
 

Dieses Magazin konzentrierte sich auf die holländische Bonsai-Szene, erschien in einem zweimonatigen Turnus und wurde von seinen Lesern regelrecht verschlungen. Miquel lernte im Herbst 1998 Farrand Bloch und René Rooswinkel kennen, welche zusammen den Betrieb „The Bonsai Shop“ führten, und fragte sie, ob sie nicht Interesse hätten, sein Magazin zu übernehmen. Beide hatten schon Erfahrungen im Bezug auf Werbung und Verkauf und zeigten durchaus Interesse an diesem neuen Abenteuer.

Das Cover des Bonsai-Magazins nach der Übernahme im Jahr 1998
 

Farrand Bloch - mit einer eigenen Bonsai-Sammlung und viel Erfahrung im Geben von Workshops und Demonstrationen - hatte schon einige Artikel im holländischen und britischen Magazin veröffentlicht. Er arbeitete schon früher für einige Zeitschriften und in der Werbung. 1998 übernahm Farrand Bloch den Posten des neuen Chef-Redakteurs und René Rooswinkel wurde Verleger. Beide brachten zusammen die neue Zeitschrift „Bonsai Magazin“ heraus.

In Holland gehört es zum guten Ton, seinen Horizont zu erweitern. Aus dieser Tradition heraus fusionierte man im Sommer 2000 mit dem britischen Bonsai Magazin. Ein neues Magazin mit dem einfachen Titel „Bonsai“ war entstanden und erschien sechsmal im Jahr. Im Jahr 2002 folgte die nächste Veränderung: Wir beauftragten den Designer Martijn van der Nat um das Layout sowie das Logo zu überarbeiten. Gleichzeitig entschieden wir uns für den neuen Namen „Bonsai Europe“, da wir das Thema „Bonsai“ in ganz Europa abhandeln wollten.

Das englische und holländische Magazin änderte im Jahr 2000 seinen Namen in „Bonsai“: Nur zwei Jahre später, im Januar 2002, wurden nochmals der Titel sowie auch das Logo in „Bonsai Europe“ geändert.

 

 

Französische, deutsche und italienische Ausgabe

Danach entwickelte sich alles rasend schnell. Im Frühjahr 2002 erschien die erste französische Ausgabe um den verstorbenen Redakteur Michel Sacal. Mit dem Ziel, ein wirklich europäisches Magazin zu werden, folgte im Mai 2003 die deutschsprachige Ausgabe. Zu den wichtigsten Bonsai-Nationaltäten gehört ohne jeden Zweifel Italien und wir stellten viele italienische Bonsai-Künstler in unserem Magazin vor. Folglich erschien es nur logisch, eine italienische Ausgabe herauszubringen. Mit Hilfe des italienischen Bonsai-Webforums starteten wir eine Promotionaktion und im Januar 2006 hatten wir die erste italienische Ausgabe am Start.

 

 

„Bonsai Today“ und „Bonsai Europe“ kommen zusammen

„Bonsai Today“ ist seit über 20 Jahren das wohl führendste Bonsai Magazin und ist die englische Ausgabe des berühmten japanischen Magazins Kinbon, welches noch heute existiert. In den Ausgaben erscheinen Artikel von Persönlichkeiten wie Masahiko Kimura, Kunio Kobayashi und Shinji Suzuki.

Der Wechsel zu „Bonsai Focus“ fand im Jahr 2007 statt
 

Eine neue Ära begann im Jahr 2007, als sich „Bonsai Europe“ und „Bonsai Today“ zum einem neuen großen Magazin vereinten und eine Mischung aus japanischen Artikeln aus dem Kinbon Magazin und europäischen Artikeln veröffentlichten. Wieder war ein neuer Name nötig, da wir nun den Fokus auf die weltweite Berichterstattung legten und der Name hierzu in keiner Weise mehr passte. Wir waren auf der Suche nach einem Namen, der in fast jeder Sprache problemlos auszusprechen war. Der Fokus des Magazins liegt auf allem, was mit Bonsai zu tun hat. Was liegt also näher als den Namen einfach in „Bonsai Focus“ zu ändern?

 

 

 

Zuletzt folgte die spanische Ausgabe

Wir erhielten viele Anfragen von Bonsai-Liebhabern aus Spanien und dem lateinamerikanischen Raum, ob es nicht möglich wäre, unser Magazin in deren Sprache zu veröffentlichen. Mit Beginn des Jahres 2013 veröffentlichten wir die erste spanische Ausgabe. Zuletzt erscheint „Bonsai Focus“ in sechs Sprachen und wir sind ständig bestrebt, mit unseren hochwertigen Artikeln den Anfänger wie auch den fortgeschrittenen Bonsai-Liebhaber anzusprechen.

 

 

Groß ist schön

Die letzte große Veränderung nahmen wir wortwörtlich am Format des Magazins vor. Das war uns ein lang ersehntes Anliegen. Aber auch der Umgang mit neuen Medien, wie etwa dem Internet, brachte uns zum Umdenken und so sind wir stolz, unsere Ausgabe auch für iPad-Leser bereitstellen zu können. Das größere Format sowie auch das stärkere Papier machen das Magazin zu einer wirklichen Kostbarkeit.

Im Jahr 2014 gingen wir mit zwei weiteren Zentimetern in der Breite über das übliche DIN A 4 Format hinaus.




 

    

Farrand Bloch          René Rooswinkel

Chefredakteur                        Herausgeber

 

Bonsai Focus