Die kleinen Blätter, Blüten und Früchte sind reizvoll und machen den Cotoneaster für Bonsai tauglich

Text und Fotos: Bonsai Focus Studio. Gestaltung Martin Bonvie

Der New Talent Gewinner des EBA Kongress von 2013, Martin Bonvie, zeigt uns, wie er Schritt für Schritteinen kleinen Cotoneaster verbessert.

Analyse des Baumes

Schon jetzt sieht der Baum recht schön aus: ein dicker Stamm und eine gut entwickelte Aststruktur. Doch weshalb den Cotoneaster verändern, wenn er gut aussieht? Nun, bei genauerer Betrachtung werden einige verdeckte Mängel sichtbar. Die Äste sind weit ausladend und passen nicht mehr zu den Proportionen des Gesamtbildes, zudem kreuzen sich sehr viele. Ausserdem hat sich am Nebari eine hässliche Wurzel gebildet. Also ist es an der Zeit für einige dramatische Veränderungen. Beim Rückschnitt kann man ruhig furchtlos vorgehen, denn zum Aufbau des künftigen Astgerüsts müssen viele Äste entfernt werden. Ziel ist die Gestaltung einer feinen Aststruktur. Zur Korrektur des hässlichen Nebaris drehten wir den Baum auf die Rückseite. Später wird der Baum auch in dieser Position umgetopft, denn von dort wirkt die große Wurzel weniger störend. Danach wurden dickere Äste aus dem Kronenbereich entfernt, wodurch offene Räume in der Aststruktur gebildet wurden. Äste und Stamm stehen nun viel besser in Balance zueinander.

Auf der rechten Seite besitzt der Baum eine sehr dicke Wurzel.

Viele Äste im Kronenbereich kreuzen einander, sind viel zu dick oder befinden sich an der falschen Stelle.

Der Wurzelbereich wird mit einem Essstäbchen untersucht.

Die endgültige Wahl der Vorderseite ist gefallen: von hier betrachtet besitzt der Baum die beste Stammbewegung und -verjüngung.

Dicke Äste, nahe des Hauptastes, werden entfernt.

Verwirrendes Selektieren der Äste

Ziel ist es, durch das Entfernen sich kreuzender und dicker Äste die Aststruktur erheblich zu verbessern. Viele Äste wachsen auf einer Seite, zudem auch noch viel zu dicht. Nun ist es endlich an der Zeit, die Weichen für die Zukunft zu stellen und die Fehler zu korrigieren. Der erste und zweite Ast müssen nun definiert werden. Der erste Ast auf der rechten Seite sollte sich genauso abheben wie der zweite. Äste die diese beiden behindern, werden ebenfalls entfernt. Das Gleiche geschieht mit den rückwärtigen und mit den Spitzenästen.

Weitere dicke Äste oberhalb des ersten Astes werden entfernt.

 

Lees meer !   Lees meer !   Lees meer !   Lees meer !    Lees meer !